Nora Imlau und ihre Töchter

Schlaflernprogramme SIND ein feministisches Thema

… nur auf andere Weise als ihr denkt!

Das hier ist eine Premiere: Heute veröffentliche ich hier nämlich einen Text, den ich nicht selbst geschrieben, aber selbst aus dem Englischen übersetzt habe. Weil ich ihn so gut und so wichtig finde, und weil ich mir wünsche, dass er auch im deutschsprachigen Raum Verbreitung findet. Der Artikel stammt von der kanadischen Psychologin und Bloggerin Tracy Cassels, die an der University of British Columbia gerade an ihrer Doktorarbeit über kindliche Empathieentwicklung durch elterliche Feinfühligkeit schreibt – lustigerweise also genau an der Uni, an der ich vor neun Jahren selbst studierte. Tracy ist eine der bekanntesten Stimmen einer neuen, liebevollen Elternbewegung in Nordamerika, die sich „Evolutionary Parenting“ nennt – evolutionsbewusste Elternschaft, könnte man das etwas holprig übersetzen. Gemeint ist damit genau das, wofür auch ich selbst einstehe: Ein liebevoller Blick aufs Kind, bei dem die Eltern verstehen, wie sich die Menschheitsgeschichte im Verhalten ihres Kindes wiederspiegelt – um es dann  zugewandt und bindungsorientiert ins Leben zu begleiten.

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Blogparade: Each Woman is a Rose – Warum unsere Geburten so wichtig sind #rosrev

Bild: Kerstin Pukall, die die wunderbaren Geburtsfotografien zu meinem Geburtsbuch beigesteuert hat

 

Ein Kind zur Welt zu bringen ist eine Grenzerfahrung: Ein Erlebnis, bei dem wir über uns hinauswachsen, an dem wir aber auch beinahe zerbrechen können. Nie sind wir verletzlicher als in diesem Moment. Was wir unter der Geburt erfahren und erleben, prägt uns deshalb noch lange über den Geburtstag unseres Kindes hinaus – ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht.

Aus einer guten Geburt geht eine Mutter körperlich und seelisch heil hervor. Aus einer schlimmen Geburt trägt sie handfeste Verletzungen davon: an ihrem Körper und an ihrer Seele.

 

 

Doch was heißt das überhaupt: Eine gute Geburt? Ganz einfach: Eine gute Geburt ist eine Geburt, mit der es der Mutter und Kind gut geht. Das ist alles.

 

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Warum Impfen und „Attachment Parenting“ für mich perfekt zusammen passen

Als meine älteste Tochter ein Baby war, ging ich mit ihr zu einer Kinderärztin, die uns unsere Hausgeburtshebamme empfohlen hatte. In ihrer Praxis herrschte eine wunderbar heimelige Atmosphäre: im Wartezimmer gab es bunte Seidentücher und einen Waldorf-Spielständer statt bunter blinkender Plastik-Spielzeuge, und praktisch alle Mütter, die sich dort einfanden, trugen ihre Babys im Tragetuch, gaben ihnen die Brust und wickelten mit Stoffwindeln. Die Ärztin selbst war eine ausgesprochen warmherzige, liebevolle Person, die unser Baby mit großer Vorsicht untersuchte – von der typischen Hektik großer Kinderarztpraxis keine Spur. Ich hatte das Gefühl: Hier sind wir in guten Händen. Erst als meine Tochter etwa ein halbes Jahr alt war, fiel mir plötzlich auf, dass die Ärztin bislang ja noch kein Wort über Schutzimpfungen verloren, geschweige denn eine Spritze gesetzt hatte. War jetzt nicht langsam mal Zeit dafür? Eine schnelle Internet-Recherche ergab: Laut empfohlenen Impfplan wären die ersten Impfungen sogar schon lange dran gewesen! Ich hatte davon nur irgendwie nichts erfahren. Als ich unsere Ärztin darauf ansprach, reagierte sie höchst verwundert: Bei einer Mutter wie mir – die ihr Baby zu Hause bekommt, die es lange und nach Bedarf voll stillt, und die zu jeder Untersuchung mit dem Tragetuch kommt – sei doch wohl davon auszugehen, dass ich auch Impfkritikerin sei.
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