Nora Imlau und ihre Töchter

Schlaflernprogramme SIND ein feministisches Thema

… nur auf andere Weise als ihr denkt!

Das hier ist eine Premiere: Heute veröffentliche ich hier nämlich einen Text, den ich nicht selbst geschrieben, aber selbst aus dem Englischen übersetzt habe. Weil ich ihn so gut und so wichtig finde, und weil ich mir wünsche, dass er auch im deutschsprachigen Raum Verbreitung findet. Der Artikel stammt von der kanadischen Psychologin und Bloggerin Tracy Cassels, die an der University of British Columbia gerade an ihrer Doktorarbeit über kindliche Empathieentwicklung durch elterliche Feinfühligkeit schreibt – lustigerweise also genau an der Uni, an der ich vor neun Jahren selbst studierte. Tracy ist eine der bekanntesten Stimmen einer neuen, liebevollen Elternbewegung in Nordamerika, die sich „Evolutionary Parenting“ nennt – evolutionsbewusste Elternschaft, könnte man das etwas holprig übersetzen. Gemeint ist damit genau das, wofür auch ich selbst einstehe: Ein liebevoller Blick aufs Kind, bei dem die Eltern verstehen, wie sich die Menschheitsgeschichte im Verhalten ihres Kindes wiederspiegelt – um es dann  zugewandt und bindungsorientiert ins Leben zu begleiten.

Weiterlesen…

3 Kommentare

Was wird aus meiner Hausgeburt?

 

 

 

 

Babybauch
(Symbolbild, danke an Herzog Fotografie)

 

 

Ich bin wieder schwanger. Im Frühjahr 2016 erwarten mein Mann und ich unser drittes Kind. Wir freuen uns sehr.

Unser Baby soll zu Hause zur Welt kommen, wie seine beiden großen Schwestern, das ist uns sehr wichtig. Denn die Hausgeburten  unserer Töchter bedeuteten für uns bereits zwei Mal einen Start ins Familienleben, wie wir ihn uns sicherer und schöner nicht hätten erträumen können.

Ich bin froh, eine Hebamme gefunden zu haben, die mich bei uns zu Hause durch die Schwangerschaft und Geburt  begleiten will. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Weil ich das weiß, habe ich mich bereits sehr früh um meine Hausgeburtshebamme gekümmert – in der fünften Schwangerschaftswoche. So, und nur so, konnte ich mir gerade noch ihre Begleitung sichern.
Weiterlesen…

3 Kommentare

Warum ich weiter Erziehungsratgeber schreibe

Eine Antwort auf Corinna Hauffs Text: Erziehungsratgeber sind von gestern. Die Eltern-Crowd kommt!

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Elternzeitschriften und Erziehungsratgeber boomen. In Buchhandlungen füllen sie viele Regalmeter, in den Wohnzimmern vieler Familien auch. Klassiker wie Remo Largos „Babyjahre“ oder Hettty van de Rijts und Frans X. Plooijs „Oje, ich wachse!“ verkaufen sich hierzulande besser als Romane von Literaturnobelpreisträgern, und allein die Zeitschrift „Eltern“ erreicht jeden Monat über eine Million Leser.
Für solche Verkaufserfolge braucht es jede Menge junger Eltern, die Rat suchen. Und Autorinnen und Autoren, die Rat geben. Trifft die Autorin oder der Autor dabei ins Herz, können wunderbare Dinge geschehen – das weiß ich aus den vielen Leserbriefen, die mich in den vergangenen Jahren erreicht haben:

„Nach Ihrem Artikel war mir klar, dass unsere Stillzeit noch lange nicht vorbei sein muss.“„Als wir Ihren Text gelesen hatten, nahmen wir unseren Kleinen einfach zu uns ins Bett und ließen ihn nie mehr schreien.“„Nachdem ich Deine Reportage gelesen hatte, habe ich geweint. Und dann meinem Sternenkind endlich, mit drei Jahren Verspätung, einen Namen gegeben.“

Weiterlesen…

Noch keine Kommentare